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Die EU-Länder einigen sich darauf, Sanktionen gegen Russland zu verhängen

Zehn Dutzend sind voll: Knapp 22 Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine bringt die Europäische Union ihr zwölftes Sanktionspaket auf den Markt.

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Die Menora vor dem EU-Gipfelgebäude ist angezündet. Bei dem Treffen werden die Staats- und Regierungschefs der EU die neuesten Entwicklungen im russischen Angriffskrieg in der Ukraine und die weitere Unterstützung der EU für die Ukraine erörtern. Foto.aussiedlerbote.de

EU-Gipfel - Die EU-Länder einigen sich darauf, Sanktionen gegen Russland zu verhängen

EU-Länder haben sich auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Dies bestätigte ein Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel am Rande des EU-Gipfels in Brüssel.

Der Plan sieht ein Verbot von Diamantenimporten und eine Verschärfung der Preisobergrenzen für russische Ölexporte in Drittländer vor, die kürzlich kaum in Kraft getreten sind. Darüber hinaus sind Handelsbeschränkungen und Strafmaßnahmen gegen Einzelpersonen und Organisationen, die den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen, auf andere Waren geplant.

Die Einigung wurde während eines EU-Gipfels erzielt. Dies sollte nun bis morgen in schriftlichen Verfahren formalisiert werden.

Belgien blockiert bisher EU-Importverbot

Im Gegensatz zum Vereinigten Königreich hat die EU die Einfuhr von Diamanten aus Russland nicht verboten. Hauptgrund ist seit langem der Widerstand Belgiens, dessen flämische Hafenstadt Antwerpen seit dem 16. Jahrhundert zu den bedeutendsten Diamantenzentren der Welt zählt. Russland gilt als weltweit größter Rohdiamantenproduzent. Im Jahr 2021 erzielte der staatliche Diamantenabbaukonzern Alrosa einen Umsatz von 332 Milliarden Rubel (rund 3,41 Milliarden Euro).

Nach eigenen Angaben plant die EU neben wirtschaftlichen Strafmaßnahmen auch die Verhängung von „Sanktionen“ gegen mehr als 100 weitere Personen und Organisationen, die den russischen Angriffskrieg in der Ukraine unterstützen. Sie könnten dann nicht mehr über vorhandenes EU-Vermögen verfügen. Betroffene Personen dürfen zudem nicht mehr in die EU einreisen. Sie sollen beispielsweise aus dem russischen Militär-, Verteidigungs- und IT-Bereich stammen.

Das bisher letzte Sanktionspaket trat im Juni in Kraft. Es enthält beispielsweise ein Instrument gegen die Umgehung verhängter Sanktionen. Es gibt seit langem weitreichende Einfuhrverbote für Rohöl, Kohle, Stahl, Gold und Luxusgüter sowie Strafmaßnahmen gegen Banken und Finanzinstitute.

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Quelle: www.stern.de

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