Demonstranten versuchen, in das Tesla-Werk in Deutschland einzudringen.
Derzeit versammeln sich rund 800 Demonstranten vor der Gigafactory von Tesla als Teil der Bewegung "Disrupt Tesla Action Days", so der Organisator. Wie Reuters berichtet, haben einige Demonstranten versucht, in die Fabrik einzudringen. Ein Demonstrant wurde der Nachrichtenquelle zufolge festgenommen. Ole Becker, ein Vertreter von Disrupt, teilte CNN mit, dass "es ein guter Tag für Aktivisten war. Leider haben wir viel Polizeigewalt erlebt". Weiter sagte er: "Ich habe viele Verletzte gesehen... So etwas habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen". Weder Tesla noch die Polizei des Landes Brandenburg haben auf die Anfrage von CNN nach einem Kommentar reagiert. Tesla-CEO Elon Musk tweetete jedoch: Die Demonstranten haben es nicht geschafft, die Zaunlinie zu durchbrechen. Beide Zaunlinien um die Fabrik sind noch intakt.
Disrupt wendet sich gegen Musks Pläne, die Produktion in Teslas einzigem europäischen Werk erheblich zu steigern, und argumentiert, dass sich diese Expansion negativ auf die Umwelt in der Region auswirken würde. Die Gruppe behauptet, dass die Produktionssteigerung die Abholzung großer Teile der umliegenden Wälder erforderlich machen und die lokalen Wasserressourcen weiter belasten würde. Disrupt plante eine viertägige Protestserie, die am Mittwoch begann.
Um die Proteste zu unterdrücken, hat Tesla das Werk für alle Mitarbeiter vorübergehend geschlossen. Wie RTL unter Berufung auf einen Tesla-Vertreter berichtet, war die Abschaltung der Produktionslinien für diesen Tag ursprünglich bereits im Januar geplant. Aufgrund der anhaltenden Demonstrationen entschied sich Tesla jedoch, auch alle anderen Mitarbeiter anzuweisen, dem Werk fernzubleiben.
Im März musste Tesla die Fabrik für eine Woche schließen. Diesmal waren es keine Proteste, sondern ein Hochspannungsmast, der die Fabrik mit Strom versorgte, wurde in Brand gesetzt. Die linksextreme Gruppe M'( )uleven erklärte sich für den Brandanschlag verantwortlich.
Die brandenburgische Polizei warnte am Mittwoch vor "umfangreichen Einsätzen" und kündigte an, dass sie mit Unterstützung der Bundes- und anderer Landespolizeien verstärkt werden würde. Die Polizei stellte klar, dass sie zwar mit einem ruhigen Verlauf rechne, sich aber auch auf "störende Proteste und ein für solche Veranstaltungen typisches Verhalten" einstelle und im Falle von Straftaten entschlossen einschreiten werde. Das Ministerium erklärte: 'Wenn Straftaten begangen werden, wird die Polizei umgehend reagieren.'"
Lesen Sie auch:
- Jahr der Klimarekorde: Extreme sind die neue Normalität
- Vorbeugende Festnahmen offenbaren die Bedrohung durch islamistischen Terror
- Die Vereinten Nationen stimmen für einen Waffenstillstand in Israel
- SPD schließt Haushaltsbeschluss vor Jahresende aus
Quelle: edition.cnn.com