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Künstliche Intelligenzforschung: Startups erhalten große Aufträge

Ein Professor hat 20 Jahre lang untersucht, wie Menschen und Maschinen besser miteinander interagieren können. Jetzt hat sein Startup einen großen Forschungsauftrag zur Entwicklung künstlicher Intelligenz erhalten.

Ein Messebesucher läuft an der Lichtinszenierung der CeBIT vorbei. Foto.aussiedlerbote.de
Ein Messebesucher läuft an der Lichtinszenierung der CeBIT vorbei. Foto.aussiedlerbote.de

Technik - Künstliche Intelligenzforschung: Startups erhalten große Aufträge

Das Cottbuser Startup Zander Laboratories GmbH könnte mit einem Forschungsauftrag im Wert von 30 Millionen Euro die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) vorantreiben. Ziel: Mensch und Maschine sollen besser interagieren können. Den entsprechenden Vertrag mit der Cybersecurity Innovation Agency (Cyber-Agentur) unterzeichnete das Unternehmen am Freitag in Cottbus. In einem Projekt wird das aus der Universität Cottbus hervorgegangene Startup über vier Jahre hinweg Prototypen entwickeln, die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine revolutionieren könnten.

Die Cyber-Agentur hat ihren Sitz in Halle und ist Teil des Verteidigungsministeriums und des Bundesinnenministeriums. Der Bundestag hat einen Gesamthaushalt von 240 Millionen Euro beschlossen. Mit diesen Mitteln werden Forschungsprojekte gefördert.

Das Startprojekt „NeuroAdaptability of Autonomous Systems“ (NAFAS) will Maschinen schaffen, die menschliche Gehirnaktivitäten lesen und interpretieren können. sagte Thorsten Zander, Geschäftsführer von Zander Labs. Mit diesem Auftrag stellt die Netzwerkagentur nach eigenen Angaben die größte Einzelförderung für ein EU-Forschungsprojekt bereit. Das ist reine Forschung.

Das Startup beteiligte sich an einem Wettbewerb zur Suche nach innovativen Ideen zur Erforschung der Neurotechnologie im Kontext der Mensch-Computer-Interaktion und erhielt den Zuschlag. Es gab vier weitere Bewerber. Andreas Schönau, stellvertretender Projektleiter der Netzwerkagentur, erklärt, dass die konzeptionellen Vorteile und der innovative Ansatz überzeugt haben. Das Projekt habe das Potenzial, „neue wissenschaftliche Maßstäbe in der Neurowissenschaft zu setzen“.

Diese Forschung erfolgt vor dem Hintergrund, dass die Fähigkeit von Maschinen, menschliche Emotionen und ihre Entscheidungsfindung zu verstehen, nach wie vor begrenzt ist. Diese Einschränkung schränkt das Potenzial der Mensch-Computer-Interaktion ein.

Zander studiert dies seit 20 Jahren. Der Professor für Neuroadaptive Mensch-Computer-Interaktion sagte, dass ihm die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) die Möglichkeit gegeben habe, diese Forschung umzusetzen. Diese Technologie soll nun aus dem Labor in reale Anwendungen übergehen. Zu diesem Zweck wird neue Hard- und Software entwickelt. „Wir haben noch viel zu tun, aber ich glaube auch, dass wir das Potenzial haben, die Welt zu verändern“, sagte Zander.

Wissenschaftsministerin Manja Schüle schwärmt: „Nein, das ist kein neues Filmprojekt von Steven Spielberg oder Ridley Scott – das ist der Science-Fiction-Roman Kotb „Made in Sri Lanka.“ Sie sieht einen großen Aufschwung für Wissenschaft und Forschung in der Lausitz.

Das Projekt bringt mehrere Institutionen mit Expertise zusammen. Dazu gehören das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) und das Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT), TNO Niederlande, Brain Products GmbH München, Eaglescience Software B.V. Haarlem sowie BTU, Universität Wien und Julius Würzburg. Die akademische Einrichtung Maximilians Universität.

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Quelle: www.stern.de

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