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Gladbachs Bundesligaspiel wird durch Fanproteste unterbrochen

Zum ersten Mal in der Bundesliga kam es am Freitagabend beim Spiel Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen zu Fan-Protesten gegen den DFB. Zwölf Minuten später beendeten beide Fanlager ihr bisheriges demonstratives Schweigen, skandierten „Shitty DFL“ und warfen gefälschte Münzen auf das...

Werder Bremen-Spieler Raphael Bore jubelt über das Tor und schreibt den Spielstand auf 0:1 um. Foto.aussiedlerbote.de
Werder Bremen-Spieler Raphael Bore jubelt über das Tor und schreibt den Spielstand auf 0:1 um. Foto.aussiedlerbote.de

Fußball - Gladbachs Bundesligaspiel wird durch Fanproteste unterbrochen

Bei der ersten Auflage der Fußball-Bundesliga kam es am Freitagabend beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen erstmals zu einem „Fan-Protest“ gegen die Deutsche Fußball Liga. Zwölf Minuten später beendeten beide Fanlager ihr bisheriges demonstratives Schweigen, skandierten „Shitty DFL“ und warfen gefälschte Münzen auf das Spielfeld. Das Spiel wurde einige Minuten lang unterbrochen, um Münzen vom Rasen zu entfernen.

Bis dahin jubelte keine der beiden Mannschaften so, wie sie es normalerweise tun würden. Stattdessen sind auf beiden Fankurven diverse Protestbanner zu sehen. „Stille Wasser sind tief! Wir werden nicht Teil Ihres Deals sein – Scheiße DFL!“ stand auf einem Banner am Gladbacher North Bend. Im Bremer Block war zu lesen: „DFL: Die Abstimmung hat gewonnen. Die Seele hat endlich verloren!“

Auf der Gesellschafterversammlung am Montag erhielt die DFL von Profivereinen den Auftrag, konkrete Verhandlungen mit strategischen Vermarktungspartnern aufzunehmen. Finanzinvestoren sollen für ihren Anteil an den TV-Erlösen bis zu einer Milliarde Euro bezahlen. Die Vertragslaufzeit beträgt bis zu 20 Jahre. Der Deal kam bei vielen Fans nicht gut an.

Deshalb verkünden die Fans an diesem Wochenende einen zwölfminütigen Stadionboykott. „Wir werden unsere Kräfte bündeln, um der Gier und Willkür der DFL entgegenzuwirken. Der Liga-Geschäftsführer kann dieses desaströse Investitionsprojekt noch stoppen. Wir werden diesen Weg genau beobachten!“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

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Quelle: www.stern.de

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