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Vor Tarifverhandlungen: Ostdeutsche Stahlarbeiter warnen vor Streik

Die IG Metall hat den Warnstreik vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt in der ostdeutschen Stahlindustrie verlängert. Nach Angaben der Gewerkschaft waren am Donnerstag an verschiedenen Standorten mehr als 1.300 Mitarbeiter arbeitsunfähig. Unter anderem streikten 850 Mitarbeiter...

Die IG-Metallfahne weht im Wind. Foto.aussiedlerbote.de
Die IG-Metallfahne weht im Wind. Foto.aussiedlerbote.de

Verhandlung - Vor Tarifverhandlungen: Ostdeutsche Stahlarbeiter warnen vor Streik

Die IG Metall hat den Warnstreik vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt in der ostdeutschen Stahlindustrie verlängert. Nach Angaben der Gewerkschaft waren am Donnerstag an verschiedenen Standorten mehr als 1.300 Mitarbeiter arbeitsunfähig. Unter anderem streikten 850 Mitarbeiter bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt mit einer vierstündigen Vorwarnung, 250 Mitarbeiter im Rohrwerk Mannesmann und Schmiedewerk Gröditz in Zeithain, Ilsenburger Grobblech und 200 Mitarbeiter der VPS.

IG-Metall-Verhandlungsführer Dirk Schulze wirft den Arbeitgebern eine Weigerung vor, den Arbeitnehmern aufgrund der massiven Lohnsteigerungen eine angemessene Entschädigung für die hohen Preissteigerungen zu verweigern: „Es liegt keine Substanz auf dem Tisch, wenn es um die Reduzierung der Arbeitszeit geht. Anzeichen sexuellen Fortschritts.“

Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von 8,5 % über 12 Monate. Nach Angaben der Gewerkschaft werden die Arbeitgeber die Löhne über einen Zeitraum von 19 Monaten um 3,5 % erhöhen und eine einmalige Zahlung von 1.000 Euro leisten, um die Inflation auszugleichen. Nach Angaben der IG Metall sind in den Verhandlungen hinsichtlich der Forderungen der Gewerkschaften, die Arbeitszeit auf 32 Stunden pro Woche zu reduzieren, kaum Fortschritte erzielt worden.

Der Arbeitgeberverband Stahl bezeichnete die Vorstellungen der IG Metall als „völlige Übertreibung“. Geschäftsführer Gerhard Erdmann sagte: „Die IG Metall misst die finanziellen Angebote der Arbeitgeber ausschließlich an den eigenen überzogenen Erwartungen der Arbeitgeber und nicht an den finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens angesichts der drohenden Wirtschaftskrise.“ Diese Haltung ist völlig falsch unverantwortlich."

Die Verhandlungen in der Stahlindustrie im Nordwesten Deutschlands wurden am Freitag fortgesetzt. Der nächste Termin für Gespräche in der ostdeutschen Stahlindustrie ist für kommenden Montag geplant.

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Quelle: www.stern.de

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