Scheidender Kirchenpräsident: Bleiben Sie unabhängig
Aus Sicht des scheidenden Kirchenpräsidenten Joachim Liebig bleibt die Eigenständigkeit der kleinen evangelischen Landeskirche in Anhalt der richtige Weg. Liebig erklärte am Freitag zum Auftakt der Herbstsynode in Bernburg, Unabhängigkeit sei kein Schlagwort, sondern „die Antwort auf die Frage, wie die Gemeinde Anhalt unter den aktuellen Rahmenbedingungen bestmöglich funktionieren kann“. „Meiner persönlichen Meinung nach wäre es besser, auch ohne externe Mittel anderer Kirchen unabhängig zu bleiben.“ Liebig wird zum 1. März 2024 in den Ruhestand gehen, nach 14 Jahren als Oberpfarrer der Kirche in der Region Anhalt.
Libig fuhr fort: „Die Kirche schrumpft ständig, das erlebt unsere Generation ständig im Gottesdienst und leidet oft darunter. Trotz aller Anstrengung, Kreativität und guten Bedingungen können wir uns dessen nie sicher sein.“ Wir tun das Richtige.“ Mit 26.250 Mitgliedern ist die Anhaltische Landeskirche eine der kleinsten deutschen evangelischen Kirchen.
Unter Liebigs Führung wurde das sogenannte Netzwerksystem etabliert. Pfarreien und hauptamtliche Mitarbeiter in jedem Bereich der Landeskirche arbeiten eng zusammen. „Ihn zu haben gibt uns die Flexibilität, zu reagieren“, sagte Liebig.
Der Schwerpunkt des Treffens lag auf den Finanzen. Der Entwurf für 2024 sieht Einnahmen und Ausgaben von 19,02 Millionen Euro vor. In diesem Jahr sollen es 18,34 Millionen Menschen sein. Die Entscheidung soll am Samstag fallen.
In der Zwischenzeit müssen noch Entscheidungen darüber getroffen werden, wie es nach der gescheiterten Wahl Liebigs zu seinem Nachfolger im September weitergeht. Ein Kandidat erreichte nicht die erforderliche Stimmenzahl, um in das höchste geistliche Amt der Gebietskirche gewählt zu werden. Wie es weitergeht, soll in einer Sitzung am Freitagabend entschieden werden.
Quelle: www.dpa.com