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Links: Anpassungen im Rentensystem sind „Ost-Rentenkürzungen“

Für die Bundesregierung ist es ein Riesenerfolg: Die Rentenwerte in Ost und West sind endlich gleich. Aber diese Geschichte hat einen Haken.

Eine alte Frau zählt Geld..aussiedlerbote.de
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Die Linke glaubt, dass die Vereinheitlichung des Rentensystems dreißig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung Nachteile für Ostdeutschland mit sich brachte. „Unter dem Strich handelt es sich faktisch um eine Rentenkürzung für den Osten“, sagte der Linken-Abgeordnete Søren Perlmann der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf die Reaktion der Bundesregierung auf die finanziellen Folgen der Abschaffung einer Sonderregelung im Osten Region. , ist die Berechnung des Renteneinkommens in dieser Rückstellung höher.

Erstmals seit Mitte 2023 sind die sogenannten Rentenwerte in Ost und West gleich. Das bedeutet, dass Menschen mit gleichem Einkommen rechnerisch überall die gleichen Rentenansprüche haben. Der sogenannte Umrechnungsfaktor, der niedrigere Durchschnittslöhne im Osten ausgleichen soll, soll 2025 abgeschafft werden.

Perlman hat nun beim Sozialministerium nachgefragt, was das bedeutet. Unter Berücksichtigung dieses Sonderfaktors würde beispielsweise ein Einkommen von 36.000 Euro pro Jahr in der Ostregion im Jahr 2018 einer Rente von 40.820 Euro entsprechen. Ab 2025 bleiben nach Herausnahme des Umrechnungsfaktors aus der Rentenberechnung nur noch 36.000 Euro übrig.

„Durch das Abschmelzen des Umrechnungsfaktors verlieren ostdeutsche Arbeitnehmer jedes Jahr Tausende Euro an Renten. Dass Löhne im Osten nicht mehr wertgeschätzt werden, schadet der Rentenangleichung mehr als es nützt“, schlussfolgerte der Linken-Abgeordnete . Es besteht immer noch ein „strukturelles Lohngefälle“ von etwa 20 % zwischen den beiden Ländern. Perlman forderte daher die Beibehaltung des Umrechnungsfaktors bis zum Lohnausgleich.

Ähnliche Berechnungen hat kürzlich das Ifo-Institut in Dresden durchgeführt. Das Institut schrieb Anfang November, dass „Spenden im Osten aufgrund geringerer Durchschnittseinkommen heute weniger wert sind als zuvor“. Allerdings hielt es die Deutsche Rentenversicherung in einem Faktencheck für falsch, zu behaupten, dass die Beiträge aus der Ostregion nun weniger wert seien als zuvor. Löhne und Gehälter unterschieden sich nicht nur zwischen Ost und West, auch in den sogenannten alten Bundesländern gab es regionale Unterschiede.

Rentenberechnungen sind komplex, da häufig errechnete Durchschnitts- und Basiswerte angegeben werden. Die tatsächliche Höhe der Rente ist jedoch individuell und hängt vom eigenen Einkommen und Auszahlungszeitraum ab.

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Quelle: www.dpa.com

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