In Schleswig-Holstein gibt es trotz aller Bemühungen, die Verkehrssituation umzukehren, immer mehr Autos. Die Pkw-Dichte im nördlichsten Bundesland lag im vergangenen Jahr bei 593 Pkw pro 1.000 Einwohner, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Vor zehn Jahren waren es noch 535 Autos pro 1.000 Einwohner.
Schleswig-Holstein liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt: Im vergangenen Jahr zählte der Statistiker in Deutschland 583 Autos pro 1.000 Einwohner. Die Autodichte hat im letzten Jahrzehnt weiter zugenommen – mit einer Ausnahme: Berlin. Kamen 2012 in der Bundeshauptstadt noch 342 Autos pro 1.000 Einwohner, waren es im vergangenen Jahr 338.
Die Statistiker haben ermittelt, dass das Saarland im Jahr 2022 die höchste Autodichte aufweisen wird (660 Autos pro 1.000 Einwohner). Es folgen Rheinland-Pfalz (634) und Bayern (625). Die geringsten Dichten hatten die Stadtstaaten Berlin (338), Hamburg (439) und Bremen (443).
Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes sind in Deutschland 48,8 Millionen Pkw zugelassen. 1. Januar 2023, also mehr denn je. Berechnungen zufolge besaßen im vergangenen Jahr mehr als drei Viertel (78 %) der Privathaushalte mindestens ein Auto.