Kohlefaserrahmen, Doppelscheibenbremsen oder 36 Gänge sind auf der Messe nicht zu sehen. Aber ein seltenes historisches Motorrad in einer Zeit, in der Gewicht nicht alles war.

Historische Fahrräder im Phantechnikum

Wan­de­rer, Tri­umpf, Dür­kopp und Vic­trix sind Her­stel­ler­na­men, die das Herz von Fahr­rad­samm­lern höher schla­gen las­sen. Eine Aus­wahl von 50 his­to­ri­schen Fahr­rä­dern ist im am Mitt­woch eröff­ne­ten Phan­tech­ni­kum in Wis­mar zu sehen, das sei­ne Dau­er­aus­stel­lung um die Tech­nik- und Kul­tur­ge­schich­te des Fahr­rads erwei­tert hat. Das Expo­nat stammt aus der Samm­lung Jür­gen Schies­ser in Wismar. 

Micha­el Rahn­feld, Direk­tor des Meck­len­bur­gi­schen Lan­des­mu­se­ums für Tech­nik, sag­te, die Aus­stel­lung zei­ge Mei­len­stei­ne ​​in der Ent­ste­hung des Fahr­rads und ver­bin­de sie mit regio­na­len Geschich­ten rund um das Fahr­rad. Vor­pom­mern im Phan­tech­ni­kum prä­sen­tiert Expo­na­te aus der Welt der Tech­nik und der Technikgeschichte. 

Die Erfin­dung des zwei­räd­ri­gen Fahr­zeugs geht auf das Jahr 1817 zurück, als Karl Drais laut den Orga­ni­sa­to­ren der Mes­se das Lauf­rad erfand. Das ist die Grund­la­ge für den rasan­ten Auf­stieg des Zwei­rads, des­sen Ent­wick­lung vie­le Stu­fen hat: von Hoch­rä­dern zu Nie­der­rä­dern, von Tret­kur­beln zu Ket­ten­an­trie­ben, von Voll­gum­mi­rei­fen zu Luft­rei­fen und zahl­rei­chen Rah­men­kon­struk­tio­nen zu Renn­wa­gen und 

Wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie ist wie­der ein Fahr­rad­boom zu ver­zeich­nen, der heu­te wie damals ein Lebens­ge­fühl wider­spie­gelt. Eini­ge der aus­ge­stell­ten Fahr­rä­der wur­den im spä­ten 19. Jahr­hun­dert her­ge­stellt. Jüngs­tes Expo­nat ist das 26 Zoll Rei­se­tan­dem des VEB Bau-Mecha­nik Schwe­rin aus dem Jahr 1985. 

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Titelbild: Jens Büttner/dpa

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