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Hansa Rostock und seine Fans: verbesserte Sicherheitsstruktur

1. FC Kaiserslautern - Hansa Rostock
Rostocks Fans halten Fanschals in die Höhe.

Als Reaktion auf die Unruhen in der letzten Saison gab der Fußball-Zweitligist Hansa Rostock bekannt, dass er seine Sicherheitsstruktur verbessert habe. Am Montag stellte der Verein Maßnahmen in den Bereichen Struktur, Technik, Personal und Kommunikation vor und stellte positive Entwicklungen fest.

Darüber hinaus investierte Hansa Rostock 76.000 Euro in die Sicherheitstechnik im Ostseestadion. Seit der Rückrunde begleiten Mitarbeiter der vereinseigenen Sicherheitsabteilung die Fans zu Auswärtsspielen. In einer Vereinserklärung hieß es, der Vandalismus in anderen Stadien sei deutlich zurückgegangen. Im Juli wurde die Fan-Support-Abteilung um einen dritten hauptamtlichen Fan-Vertreter erweitert. Darüber hinaus soll auch die Verbindung zwischen Vereinen und Fans gestärkt werden. Daher veranstaltet die Fanbetreuung regelmäßig „Lufthansa-Fanclub-Treffen“. Ziel ist die Förderung einer positiven Fankultur durch kontinuierliche, enge und verbindliche Kommunikation zu vielfältigen direkten und indirekten Fanthemen. Rund 120 Delegierte und rund 60 Hansa-Fanclubs besuchten Ende August das erste Treffen im Ostseestadion. Das nächste Treffen ist für den 30. September im Ostseestadion geplant. Ab der Rückrunde der Saison 2022/23 hat der Verein zudem Sicherheitsräume innerhalb des Stadions eingerichtet, für den Fall, dass sich Zuschauer bedroht fühlen.

Hanseatic-Fans sind in der Vergangenheit mehrfach negativ aufgefallen. Zu besonders schweren Ausschreitungen kam es im vergangenen Februar bei einem Auswärtsspiel gegen St. Pauli. Damals wurden Feuerwerkskörper und unzählige Raketen abgefeuert. Zudem wurden die Toiletten im Gästebereich des Hamburger Miller-Gate-Stadions vandalisiert und Keramikteile in die Kabine und in den angrenzenden Heimbereich geworfen.

Ende Juni wurde Lufthansa vom Hamburger Sportgericht mit einem Bußgeld belegt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zahlte 150.000 Euro für den Hamburger Vorfall. Zudem müssen die Mecklenburger eine Reihe von Auflagen erfüllen, unter anderem, dass eigene Ordner die Fans zu Spielen im Ausland begleiten.

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