Manuel Gräfe

Der frü­he­re Top-Schieds­rich­ter Manu­el Grä­fe hat im Rechts­streit mit dem DFB wegen Alters­dis­kri­mi­nie­rung 48.500 Euro zuge­spro­chen bekommen. 

Doch der 49-jäh­ri­ge Ber­li­ner hat kei­nen Anspruch auf Wie­der­wahl in die Bun­des­li­ga-Schieds­rich­ter­lis­te. Die­ser Dekla­ra­ti­ons­an­trag ist falsch. Das Urteil ver­kün­de­te Wil­helm Wolf, Prä­si­dent des Land­ge­richts Frankfurt/Main. Kern­stück des Ver­fah­rens ist die vom DFB fest­ge­leg­te Alters­gren­ze von 47 Jah­ren für Schieds­rich­ter der 1. und 2. Bundesliga. 

Aus Alters­grün­den muss­te Greff nach 289 Ein­sät­zen im ver­gan­ge­nen Jahr sei­ne Bun­des­li­ga-Kar­rie­re been­den. Er ver­klag­te den Ver­ein, den er in den ver­gan­ge­nen Mona­ten mehr­fach öffent­lich kri­ti­siert hat­te, auf 190.000 Euro Scha­dens­er­satz. Das Haupt­ziel der Kla­ge sei jedoch: “Ich will bewei­sen, dass das Alter der Weg ist, mich los­zu­wer­den”, beton­te Greif bei der Anhö­rung am 16. November. 

Der Deut­sche Fuß­ball-Bund demen­tier­te dies. Der Schieds­rich­ter konn­te laut Gericht kei­nen Leis­tungs­nach­weis erbrin­gen, wes­halb er wei­ter­hin auf der Schieds­rich­ter­lis­te steht. 

Am Tag vor der Ent­schei­dung des Gerichts gab der frü­he­re WM-Schieds­rich­ter Felix Breich aus Mün­chen bekannt, dass er hofft, nach die­sem Som­mer mit 48 Jah­ren in der Bun­des­li­ga wei­ter­spie­len zu kön­nen. Alters­be­schrän­kun­gen sind in der DFB-Sat­zung nicht fest­ge­legt, aber seit vie­len Jah­ren gän­gi­ge Pra­xis. DFB-Chef­schieds­rich­ter Fröh­lich hat das Gere­de zuletzt abge­mil­dert. 47 Jah­re soll­ten nur ein Anhalts­punkt sein. 

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Titelbild: Boris Roessler/dpa

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