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Die Zahl der Kirchenaustritte wird im Jahr 2023 teilweise sinken

Während die Zahl der Kirchenaustritte vielerorts oft gering ist, nimmt die Zahl der Kirchenaustritte häufig zu. Die Daten zeigen jedoch, dass dies nicht überall der Fall ist.

Licht, das durch die Kirchenfenster fällt, wirft den Schatten des Kreuzes. Foto.aussiedlerbote.de
Licht, das durch die Kirchenfenster fällt, wirft den Schatten des Kreuzes. Foto.aussiedlerbote.de

Gemeinden - Die Zahl der Kirchenaustritte wird im Jahr 2023 teilweise sinken

Die Zahl der Kirchenaustritte ist in Niedersachsen teilweise rückläufig. In Hannover beispielsweise gab die Landeshauptstadt bekannt, dass es bis Mitte Dezember mehr als 1.000 Menschen weniger gab als im Vorjahr. In anderen Städten wie etwa Osnabrück sollen mehr Menschen Kirchen verlassen haben.

Bis zum 15. Dezember 2023 sind in Hannover rund 5.300 Menschen aus der Kirche ausgetreten, davon rund 3.800 evangelisch und 1.400 katholisch. Vor einem Jahr waren bis Mitte Dezember 7.000 Menschen zurückgetreten. In den Vorjahren waren es 2021 6.624 und 2020 5.300. Einen Grund für den Rückgang nannte die Stadt nicht.

In Osnabrück stieg die Zahl der Kirchenaustritte. Bis Mitte Dezember gab es bereits 2.842 Fälle, im gesamten Jahr 2022 waren es 2.524. „Wir gingen zunächst davon aus, dass die hohen Fallzahlen im Jahr 2022 ein Nachholeffekt aus der COVID-19-Ära sein könnten“, sagte ein Mitarbeiter der Stadt. Da die Zahlen jedoch weiterhin hoch sind, lässt sich noch nicht sagen, „wann die Sättigung“ der Ausreisewilligen erreicht sein wird.

In Göttingen blieb die Zahl der Kirchenaustritte mehr oder weniger konstant. Bis zum 15. Dezember waren 1.253 Menschen aus der Kirche ausgetreten, davon 842 Protestanten und 386 Katholiken. Im gesamten Jahr 2022 sind 1.381 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Das letzte Mal, dass die Kirchenabgänge wie in einigen anderen Städten zurückgingen, war im Jahr 2020, dem ersten Jahr der Pandemie.

Bis Mitte Dezember hatten 883 Menschen die Lüneburger Kirche verlassen, davon waren 182 ehemals Katholiken und 701 ehemals Protestanten. Es liegen dort keine Vergleichsdaten vor. In Braunschweig traten 2.096 Menschen aus der evangelischen Kirche und 759 Menschen aus der katholischen Kirche aus. 2.229 Menschen verließen die Oldenburger Kirche.

Nicht alle Städte schlüsseln die Zahlen nach Konfession auf. Die Gründe, warum Menschen die Kirche verließen, wurden nicht erfasst, heißt es in der Erklärung.

Göttinger Statistik

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Quelle: www.stern.de

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