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Debatte um Klimawährung: Verbraucherschützer fordern 139 Euro Rückerstattung für alle

In der Diskussion um die Klimafinanzierung drängen Verbraucherschützer auf finanzielle Entlastungen der Bürger. Durch die Einführung eines Kohlendioxidpreises zu Beginn des Jahres 2021 habe das Land bisher 11,4 Milliarden Euro eingesammelt, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am...

Berliner Straßenverkehr.aussiedlerbote.de
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Debatte um Klimawährung: Verbraucherschützer fordern 139 Euro Rückerstattung für alle

„Der CO2-Preis ist ein Anreiz für klimafreundliches Verhalten“, erklärt vzbv-Inhaberin Ramona Pop. Sie forderte jedoch, dass der Bund die daraus resultierenden Einnahmen „durch Klimafinanzierung“ an alle Verbraucher zurückgibt. „Sonst wird die CO2-Steuer den Menschen zusätzlich zu den hohen Energiepreisen eine zusätzliche finanzielle Belastung auferlegen.“

Private Haushalte haben seit 2021 bereits rund drei Viertel der CO2-Bepreisung bezahlt, wie aus Berechnungen der Konsumentenschützer hervorgeht, über die die ARD Capital Studios am Donnerstag erstmals berichteten. Das restliche Viertel stammt von Unternehmen, die diese Beträge zahlen, die laut vzbv letztlich indirekt über die Produktpreise an private Verbraucher weitergegeben werden.

Wenn der Bund die gesamten 11,4 Milliarden Euro, die er als Klimafinanzierung gesammelt hat, an die Bürger zurückzahlt, erhalten die 82 Millionen Menschen in Deutschland jeweils 139 Euro oder eine vierköpfige Familie 556 Euro.

Laut ARD-Hauptstadtstudio wies das Bundeswirtschaftsministerium darauf hin, dass nach Berechnungen des vzbv die durch den CO2-Preis erzielten Mehreinnahmen in den Klima- und Übergangsfonds und letztlich auch in die Hände der Bürger fließen. : Zum Beispiel durch Förderprogramme für Gebäudesanierungen und Heizungsersatz, Energieberatung oder Förderung von Elektrofahrzeugen.

Damit werden Verbraucher besonders gefördert. Zudem wurde der Kohlendioxidpreis in diesem Jahr nicht wie geplant angehoben, um die Belastung der Menschen zu verringern.

Die CO2-Bepreisung wurde im Januar 2021 von der damaligen EU- und sozialdemokratischen Großen Koalition eingeführt, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe im Kampf gegen den Klimawandel weniger attraktiv zu machen und den Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen zu fördern. Dadurch entstehen für Verbraucher höhere Kosten, beispielsweise für Benzin und Diesel.

Das Ampelbündnis aus Sozialdemokraten, Grünen und FDP hat deshalb in seinem Koalitionsvertrag als Ausgleich eine Klimafinanzierung vorgeschlagen. Bisher gibt es jedoch keinen Starttermin.

Rufe nach einer Klimafinanzierung haben zuletzt wieder an Dynamik gewonnen, nachdem letzte Woche beschlossen wurde, die CO2-Preise zum 1. Januar als „Ampel“ zur Finanzierung des Haushalts 2024 deutlich zu erhöhen. Dieser erhöht sich nun auf 45 € statt 30 bis 40 €. Dadurch entstehen dem Staat Mehreinnahmen von 1,3 Milliarden Euro pro Jahr.

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Quelle: www.stern.de

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