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Administrator der Grünen Zone: Wir können das nicht mehr tun!

Jens-Marco Scherf (Grüne) stellt klar: „Ich kann nicht die Augen davor verschließen, das wir uns jetzt einfach überforde
Jens-Marco Scherf (Grüne) stellt klar: „Ich kann nicht die Augen davor verschließen, das wir uns jetzt einfach überfordern mit der schieren Zahl von Menschen“

Administrator der Grünen Zone: Wir können das nicht mehr tun!

Deutschland ist voll: Aufnahmeeinrichtungen, Notunterkünfte, Lager und jetzt auch Nasen. Wie lange wird der Esel noch neue Karotten bekommen? Oder wie ARD-Talkmoderator Louis Klamroth es ausdrückt: „Die Kanzlerin im Räumungsmodus: Hilft das den Kommunen wirklich?“

Gast

Torsten Frei (50, CDU). Fraktionschef beklagt sich über Ampeln: „Wer erst um fünf nach zwölf anfängt, Stoppsignale zu geben, verliert die Kontrolle über den Einwanderungsprozess!“

Jens-Marco Scherf ( 49, Grüne Partei). Der Landeshauptmann von Miltenberg (Bayern) war einer der ersten Grünen, der Marcus Lanz zu Beginn des Jahres zu einer Änderung der Flüchtlingspolitik aufrief und dafür in seiner Partei große Begeisterung hervorrief. Wie wäre es mit heute?

Die Talkrunde (von links): Dirk Wiese (SPD), Thorsten Frei (CDU), Jens Marco Scherf (Grüne), Hadija Haruna-Oelker (Journalistin und Moderatorin), Christian Stäblein (Bischof) und Moderator Louis Klamroth

Christian Stäblein (56). Der Bischof ist die für Flüchtlingsfragen zuständige evangelische Kirche. Sein Credo: „Wer hier geflohen ist, hat große Not erlebt.“

Hadija Haruna-Oelker (43). Der ARD-Reporter meint, es werde „zu viel über Quarantänen und Abschiebungen geredet und zu wenig über legale Einwanderungswege“.

Politik, Verwaltung, Kirche, Medien. Zoff-o-Meter Schauen Sie genau hin: Wer schaut weg, wer blinzelt, wer hält sich die Augen zu?

Das härteste Verhör

Talkmoderator Klamroth gibt bereits Vollgas auf der Aufwärmroute: Vollgas gegen die CDU. Seine erste Frage drehte sich um die voraussichtliche Dauer des Einwanderungsgipfels im Kanzleramt: „Ist es möglich, dass das daran liegt, dass Ihr Parteichef Friedrich Merz heute einen neuen Vorschlag vorlegen wird?“ Puh! Neuer Vorschlag! Klingt etwas deplaziert, wenn man von einer ARD kommt.

„Irgendwelche neuen Vorschläge? Wir diskutieren diese Themen schon seit Wochen!“, wollte Frey wissen. Kramroth war noch im Ermittlungsmodus: „Kommen die neuen Empfehlungen von Friedrich Merz oder Hendrik Worst?“ Freys Antwort war: „Sie kommen von der Kanzlerfraktion.“ Das half nichts, ARD Eins verfolgt eine klare Agenda: „Sie.“ „Mit Friedrich Merz einverstanden sein?“, fragt er weiter.

Die optimistischste Vorhersage

„Das spielt keine Rolle“, sagte Frey. Offenbar für Klamroth: „Ich frage Sie trotzdem! Warum gibt es heute neue Vorschläge?“ Doch der CDU-Mann bleibt gelassen: „Was bisher besprochen wurde, wird nicht dazu führen, dass die Zahl der Einwanderer in Deutschland wesentlich geringer wird“, stellte er klar , während Klamroths Fans ein „Pew Pew Pew“-Geräusch von sich gaben. ”

Wiese, ein Politiker, der sich auf den Krieg der Sozialdemokratischen Partei vorbereitet, wurde ebenfalls gescholten: „Jetzt wird wieder die ganze Nacht verhandelt.“ „Das ist kein echtes deutsches Tempo“, monierte der Talkshow-Moderator. Doch Wiese rezitierte einfach eine Durchhalte-Hymne: „Meine Stimmung ist gut, viele Maßnahmen werden heute beschlossen.“ Großartig!

Hadija Haruna-Oelker findet, es werde „zu viel über Abschottung und Abschiebung gesprochen“

Quelle: www.bild.de

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