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Hering macht sich für mehr Bevölkerungsschutz stark

Hendrik Hering
Hendrik Hering (SPD), Präsident des Landtags von Rheinland-Pfalz.

Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) macht sich für eine bessere Vorbereitung auf mögliche Krisenszenarien stark. In Finnland gebe es nationale Schulungen von Entscheidungsträgern aus der Politik, Verwaltung und Wirtschaft, wie man sich in diesen Extremsituationen verhalten sollte, sagte Hering am Freitag zum Abschluss der mehrtägigen Reise des Ältestenrats des rheinland-pfälzischen Landtags in das nordeuropäische Land. So etwas sollte es im Ansatz auch in Rheinland-Pfalz mit dem Ziel geben, ein besseres gegenseitiges Verständnis zu entwickeln und Netzwerke zu bilden.

Vor dem Hintergrund der veränderten weltweiten Sicherheitslage sollte auch über mehr Zivilschutz für die Bevölkerung nachgedacht werden. Dass es für die Bevölkerung in Deutschland nur eine ganz geringe Anzahl von Schutzräumen gibt, die in der Regel nicht einsatzfähig sind, müsse kritisch hinterfragt werden. In Finnland sei es gesetzlich vorgeschrieben, dass nahezu die gesamte Bevölkerung durch Bunker geschützt ist, berichtete der Landtagspräsident. Wenn in Finnland ein Hochhaus oder eine Tiefgarage neu gebaut wird, dann müsse das so angelegt werden, dass diese im Notfall auch für einen Bunker dienen können.

Bei den Treffen des Ältestenrats auf der Auslandsreise ging es auch um die Themen Bildung, Digitalisierung und Klimaschutz. Finnland wolle im großen Stil Wasserstoff produzieren und diesen durch Pipelines durch Europa transportieren. «Rheinland-Pfalz muss zentral an diese Leitungen angeschlossen werden», sagte Hering.

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