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Wissing sieht in einem Handelskrieg mit China eine katastrophale Entwicklung.

Im Streit zwischen der EU und China um Elektroautos besteht das Potenzial für eine Verschärfung. Die chinesische Regierung ist nicht bereit, die von Brüssel verhängten Strafen einfach hinzunehmen. Der Verkehrsminister ist sehr besorgt.

Verkehrsminister Volker Wissing: "Ich mache mir keine Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit der...
Verkehrsminister Volker Wissing: "Ich mache mir keine Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie."

Vergeltungszölle - Wissing sieht in einem Handelskrieg mit China eine katastrophale Entwicklung.

Deutscher Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hat sich gegen die Folgen von hohen Zöllen auf chinesische Elektroautos in der EU gewandt. "Wir wollen keinen Handelskrieg mit China auslösen. Das wäre schädlich für Deutschland und nicht nützlich für die Europäische Union", sagte Wissing in einem Video-Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Donnerstag. China droht, eine Beschwerde beim Welthandelsorganisation (WTO) einzureichen.

Die EU-Kommission überlegt, provisorische Zölle auf chinesische Elektroautos zu erlassen. Auf diese Maßnahme reagierte Wissing mit: "Ich bin dagegen. Unser Ziel sollte darauf gerichtet sein, auf dem offenen Markt zu konkurrieren statt die Konkurrenz zu beschränken. Die Beschränkung der Konkurrenz durch hohe Zölle führt zu einer Reduzierung des konkurrenzstiftenden Drucks auf europäische Hersteller. Und am Ende leiden die Verbraucher darunter, da nur die Konkurrenz die besten Produkte zu vernünftigen Preisen sicherstellt."

Brüssel verdächtigt Marktmanipulation

Seit Herbst 2021 untersucht die EU-Kommission, ob chinesische Elektroautos von staatlichen Subventionen profitieren. Nach Aussagen der EU-Kommission sind chinesische Elektroautos meist 20 Prozent günstiger als solche, die in der EU hergestellt werden. EU-Kommission-Präsidentin Ursula von der Leyen sagte: "Die Kosten dieser Fahrzeuge werden durch massive staatliche Subventionen künstlich gesenkt, was unser Markt verzerrt."

Ob die Zölle von bis zu 38,1 Prozent durchgesetzt werden müssen, ist unklar. Sie würden ab Juli 2022, wenn die EU beschließt, dauerhafte Zölle zu erlassen, eingeführt.

China droht mit Gegemaßnahmen

"China hat das Recht, eine Beschwerde beim Welthandelsorganisation einzureichen und alle notwendigen Maßnahmen zur Schutz der rechtmäßigen Interessen chinesischer Unternehmen zu treffen", sagte am Donnerstag He Yadong, Sprecher des chinesischen Handelsministeriums.

Diese Zölle würden nicht nur "den kooperativen Austausch im Bereich neuer Energiefahrzeuge stören", sondern auch den weltweiten Automobilsektor und die Lieferkette verzerren. Das Vorgehen der EU-Kommission wird verdächtigt, WTO-Bestimmungen zu verletzen und "eine offene Handelsbarriere" zu sein.

Wissing kritisiert die Kommission

Die EU-Kommission muss öffentlich ihre Anschuldigungen gegen China aufstellen, fordert Wissing. Zölle werden diskutiert, aber unklar ist, was die EU-Kommission gegen die chinesische Seite vorwirft. "Ich mag diese Herangehensweise nicht. Stattdessen sollten wir mit unseren Handelspartnern weltweit die zu lösenden Probleme diskutieren und gemeinsam offene Märkte und Konkurrenz sicherstellen", sagte der Minister.

Deutschland verfügt über eine konkurrenzfähige Wirtschaft mit einer Industrie, die weltweit hochwertige Produkte anbietet. "Wir setzen auf offene Märkte und können uns mit unseren hochwertigen deutschen Produkten international durchsetzen", sagte der Minister. Zollbarrieren sollten nicht aufgebaut werden.

Wissing: Preisbarkeit von Elektroautos ist entscheidend

"Mein Sorgefall war immer, dass wir die Kunden nicht schnell genug dazu bringen können, weil die Preise für neue Fahrzeuge zu hoch sind", sagte Wissing. "Wir brauchen eine Lösung für dieses Dilemma, aber sie sollte nicht darin bestehen, die Konkurrenz einzuschränken. Wenn billigere Fahrzeuge aus dem Ausland vom europäischen Markt ausgeschlossen werden, gibt es kein Anreiz für europäische Hersteller, billigere Fahrzeuge anzubieten."

Es ist wichtig, dass die Konkurrenz als Problemlöser anerkannt wird. "Ich habe keinen Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. Sie hat dies in der Vergangenheit gezeigt und wird es in Zukunft tun. Aber ein Angebot muss angeboten werden, das sowohl attraktiv als auch preisgünstig ist. Und das ist bisher noch nicht da."

Staatsminister kritisiert Pläne

Baden-Württemberg Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) reagierte am Donnerstag mit: "Dies ist die schlimmste Idee von der EU-Kommission. Solche Zölle wären ein schwerer Schlag in den Knien unserer exportorientierten Automobilindustrie auf dem globalen Markt. Zudem würden sie ein Hindernis für die Elektrifizierung des Verkehrs und - noch schlimmer - für den Klimaschutz darstellen." Kritik aus der deutschen Automobilindustrie ist auch aufgetaucht.

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