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State House: Northvolt erhält möglicherweise eine Notkreditfinanzierung

Northvolt könnte für seine Batteriefabrik Bundes- und Landesunterstützung erhalten. Die wissenschaftliche Abteilung des Landtags geht davon aus, dass dies auch über einen Notkredit gelingen kann. Aber die Risiken bleiben bestehen.

Euro-Banknoten liegen auf dem Tisch. Foto.aussiedlerbote.de
Euro-Banknoten liegen auf dem Tisch. Foto.aussiedlerbote.de

Wirtschaftspolitik - State House: Northvolt erhält möglicherweise eine Notkreditfinanzierung

Die Wissenschaftsabteilung des Schleswig-Holsteinischen Landtages hält es für machbar, mit ukrainischen Notkreditmitteln staatliche Zuschüsse für das Batteriewerk Northvolt bereitzustellen. Allerdings muss die Verbindung sinnvoll sein. Dennoch bleiben verfassungsrechtliche Risiken bestehen. Dies wurde vom State House nachgedruckt.

Das Land hofft, Northvolt über eine ukrainische Notkreditbehörde bis zu 137 Millionen Euro an Fördermitteln für den Bau eines Werks in der Nähe von Heide zur Verfügung stellen zu können. Gemäß dem Beschluss der Nationalversammlung können diese Mittel für Investitionen zur Beschleunigung der Energiewende und zur Erlangung der Energiesouveränität verwendet werden, die für den Angriffskrieg gegen die Ukraine von entscheidender Bedeutung ist. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Zweiten Nachtragshaushaltsgesetz 2021 der Bundesregierung hat der Landtag für das Jahr 2023 den besonderen Ausnahmezustand ausgerufen.

In einer 22-seitigen Zusammenfassung des Vortrags kam der Wissenschaftliche Dienst zu dem Schluss, dass Mittel aus dem ukrainischen Notkredit grundsätzlich zur Subventionierung des Nosvod-Stützpunkts verwendet werden könnten. Allerdings hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu höheren Anforderungen an die Darstellung sachlicher Zusammenhänge geführt. „Es lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, ob das Landesverfassungsgericht zu dem Ergebnis kommen wird, dass die Beschlüsse ... die erforderliche Zumutbarkeit aufweisen.“ Verfassungsrechtliche Risiken bestehen auch deshalb, weil aus dem Beschluss keine klare Aussage über die Höhe der im Jahr 2023 entstehenden Kreditvollmacht gemacht wird. Es wird auch argumentiert, dass für die erforderliche Kreditgenehmigung möglicherweise ein Nachtragshaushalt erforderlich sein könnte.

Finanzministerin Monica Heinold (Grüne) reagierte auf die Einschätzung der Wissenschaft und stellte fest, dass die aktuelle Krise nun in ihr viertes Jahr gehe. „Wir können Notkredite nutzen, das ist gut.“ Energiesouveränität sei eines der Ziele, die erreicht werden müssen. „Die Gründung von Northvolt ist eine zentrale Grundlage zur Erreichung dieses Ziels.“ Ebenso wie das Bundesverfassungsgericht machte auch die wissenschaftliche Abteilung des Landtags deutlich, dass dieser ursächliche Zusammenhang zwischen der Maßnahme und dem Krisenmanagement eindeutig nachgewiesen werden müsse. „Das werden wir auf jeden Fall berücksichtigen“, sagte Heinold.

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Quelle: www.stern.de

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