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Moshammer-Mörder nach 18 Jahren aus dem Irak abgeschoben

Modezar Rudolph Moshammer
Der Modezar Rudolph Moshammer hält sein Hündchen «Daisy» bei einer Pressekonferenz.

Der Iraker Herisch A. wurde nach 18-jähriger Haft in Deutschland in sein Herkunftsland abgeschoben, nachdem er wegen Mordes an Münchens Modezar Rudolph Moshammer verurteilt worden war. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte der DPA, die Abschiebung dauere noch und die Maschine mit dem 43-Jährigen an Bord werde voraussichtlich um 14.30 Uhr den Frankfurter Flughafen Richtung Bagdad verlassen.

Die Anerkennung des Mannes durch den Irak hat zuvor die Voraussetzungen für einen Abschiebeflug geschaffen. Nach Angaben des Landesamtes für Asyl und Abschiebung sind die erforderlichen Ersatzpasspapiere nun erhältlich. A. Dauerhaftes Einreiseverbot nach Deutschland.

Die Erste Staatsanwaltschaft München hat im November 2022 mitgeteilt, dass sie ihre Strafe im Falle einer Abschiebung nicht weiter verbüßen werden. Die Behörden lehnten es jedoch ab, den Rest seiner Haftstrafe auf deutschem Boden zur Bewährung aufzuheben. In seiner Heimat wird der 43-Jährige das Flugzeug als freier Mann verlassen.

A. Moshammer wurde im Januar 2005 in seinem Haus im Münchner Stadtteil Grünwald erdrosselt. Moshammer, der sich nie als schwul geoutet hatte, nahm ihn im Alter von 25 Jahren mit nach Hause. Die Iraker wurden später festgenommen. Das Landgericht 1. Bezirk München verurteilte ihn wegen Mordes und Raubes zu lebenslanger Haft und stellte die besondere Schwere der Taten fest.

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