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Haushaltsentwurf 2024 vom Bundeskabinett genehmigt

Eine Woche nach der Einigung der Koalitionsführer überprüfte das Bundeskabinett die geplanten Einsparungen im Haushalt 2024. Die Berliner Behörden teilten am Mittwoch mit, dass eine Ministergruppe die Einzelheiten der in schwierigen Diskussionen erzielten Einigung zur Kenntnis genommen habe. Am...

Kabinett im November.aussiedlerbote.de
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Haushaltsentwurf 2024 vom Bundeskabinett genehmigt

Nach Angaben der Bundesregierung will der Bundestag bis Ende Januar 2024 über den Haushalt entscheiden. Der Bundesrat dürfte am 2. Februar nachziehen. Zuvor wurde eine temporäre Budgetverwaltung implementiert.

Dabei handelt es sich unter anderem um internationale Hilfszahlungen, die um insgesamt 800 Millionen Euro gekürzt werden. Durch Kürzungen im Haushalt des Bundesverkehrsministeriums werden rund 380 Millionen Euro eingespart. Die Bundeszuschüsse zur gesetzlichen Rentenversicherung werden im kommenden Jahr um 600 Millionen Euro gekürzt.

Auch im Verteidigungsbereich soll es Einsparungen geben. Die Bundeswehr soll einen Teil ihrer Waffenkäufe nicht über den regulären Haushalt, sondern über den Bundeswehr-Sonderfonds finanzieren; dabei handelt es sich um Waffen, die die Bundeswehr anschaffen muss, weil sie der Ukraine eigene Waffenbestände überlassen hat.

Die größten Einsparungen ergeben sich aus den Ausgaben für den Klima- und Transformationsfonds, der um 12,7 Milliarden Euro gekürzt wird. Die Kohlendioxidsteuer auf Heizöl, Erdgas und Kraftstoff wird zum Jahresende von 40 Cent pro Tonne Kohlendioxid auf 45 Cent steigen. Die Luftverkehrssteuern auf Flugtickets werden erhöht.

Die umstrittene Abschaffung der Subventionen für Landwirte steht bevor – etwa die Abschaffung der Kfz-Steuer auf landwirtschaftliche Fahrzeuge und Steuererleichterungen für Agrardiesel. Insgesamt soll dies rund 920 Millionen Euro einbringen.

Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Mitte November führte zu einem zweistelligen Milliardendefizit im Haushalt 2024. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) versuchten anschließend in intensiven Beratungen eine Lösung zu finden. Letzten Mittwoch gaben sie schließlich einen Deal bekannt. Dazu gehören viele Maßnahmen.

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Quelle: www.stern.de

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