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Energieministerkonferenz
Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (l) leitet die Energieministerkonferenz 2023 in Wernigerode.

Die Energieminister der Länder gehen davon aus, dass die Energieversorgung im kommenden Winter stabil sein wird und befürchten keine Engpässe. Auf der Energieministerkonferenz in Wernigerode betonte Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD): „Wir haben den letzten Winter sehr gut gemeistert und werden angesichts der aktuellen Situation auch im kommenden Winter Zugang zu Energie haben. Ausreichende Versorgung.“ Stromausfälle und starke Strompreissteigerungen wie im letzten Winter sind unter den aktuellen Umständen nicht zu erwarten.

Um die Energiekrise weiterhin zu überwinden, müssen erneuerbare Energien und der Netzumfang weiter ausgebaut werden. beschleunigen. Daher sprachen sich die Minister am Ende des Wernigeröder Energieministertreffens einstimmig für eine Industriestrompreissubvention aus.

Besorgnis über Abwanderung von Unternehmen

Auch die baden-württembergische Energieministerin Thekla Walker (Grüne) ist der Ansicht, dass die energieintensive Wirtschaft zumindest für eine gewisse Zeit unterstützt werden müsse Zeit. Die Frage ist: „Wird die Investition hier oder anderswo getätigt?“ Es besteht die Gefahr von Betriebs- und Arbeitsplatzverlagerungen.

Zusätzlich zu den industriellen Strompreisen sollen auch Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen Energiepreisstützungen erhalten. Dies könnte beispielsweise durch eine Senkung der Stromsteuern erreicht werden, heißt es in der Abschlusserklärung.

Die Länder einigten sich außerdem darauf, dass die Mehrwertsteuersenkungen für Gas und Fernwärme bis zum Frühjahr in Kraft bleiben sollen. Der Plan von Finanzminister Christian Lindner (FDP), den Mehrwertsteuersatz zu Jahresbeginn auf 19 % zu erhöhen, stieß auf deutliche Kritik.

Diskussion um Netzentgelte

Netzentgelte bleiben ein Problem und sind in Bundesländern mit einem höheren Anteil an Ökostromproduktion teurer als in Bayern, das auf Stromimporte angewiesen ist. Sachsen-Anhalts Minister Willingmann hofft auf eine baldige Lösung. Klaus Müller, Chef der Bundesnetzagentur, habe angekündigt, noch in diesem Jahr einen Vorschlag für eine gerechtere Verteilung der Netzkosten vorzulegen, sagte Willingmann.

Aktuell muss beispielsweise ein Haushalt in Sachsen-Anhalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh eine jährliche Netzgebühr von 365 Euro zahlen, in Bayern sind es 323 Euro und in Bremen nur 254 Euro Euro. . In Schleswig-Holstein sind es nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox sogar 480 Euro.

Der baden-württembergische Energie- und Umweltminister Walker betonte, dass es sich hier nicht um eine Nord-Süd-Frage handele. Selbst in Baden-Württemberg zahlen Verbraucher teilweise unterschiedliche Strompreise, je nachdem, ob sie in einem Gebiet mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien wohnen.

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